Binäre Optionen

Aus-gewandert? Und auf der Suche nach einer Möglichkeit Geld mit Trading zu verdienen? Dann sind binäre Optionen vielleicht genau das richtige für Dich, denn mit der richtigen Portion Ehrgeiz und der passenden Strategie können Diese einen Vollzeitjob ersetzen und Du bleibst jederzeit ortsunabhängig. Hier werden binäre Optionen einfach erklärt.
Gruß, euer TraderJan!
Juli 2014
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Leitfaden für Auswanderer!

Wer in ein anderes Land geht, dort in Sicherheit und staatlicher Fürsorge lebt, hat eingestanden, dies in der eigenen Heimat nicht in dem Maße erhalten zu haben, was ihn zum Bleiben in der Heimat bewegen konnte.
Wer Verwandte, Freunde, Heimat verläßt, eine neue, angemessenere Heimat findet, auch gut aufgenommen wird, hat die Gesetze und Lebensweisen dieses neuen Heimat- und Gastlandes zu respektieren und zu den Eigenen zu machen. Das schließt die Nutzung aller bürgerrechtlichen Möglichkeiten ein.

Spiele

Da der Uru mich vertrauensvoll einbezogen hat möchte ich gleich mal ein soziales Selbstexperiment starten.

Vieles was ich in letzter Zeit sehe, lese, höre hat meine Sicht auf viele Aspekte meines Lebens verändert. Doch was habe ich daraus für mich gemacht? Bisher nicht viel ausser Reden schwingen. Mein erster Schritt in diesem Jahr wird es sein einem jahrelang währenden und zeitraubenden Laster abzuschwören.

Das ENDZEITSPIEL (www.endzeitspiel.de)

Viele werden ähnliche Zeitvertreibe haben und es lieben. Es gibt massenhaft ähnliche Games wie z. B. Travian, Farmerama, Siedler online, Wurzelimperium und so weiter. Doch von aussen betrachtet ist es vergeudete Zeit. Digitaler Schnickschnack der mich vom Wesentlichen immer wieder ablenkt. Ich habe sicherlich viel Spass gehabt beim Spielen daher stellt sich auch die Frage:

“Ist denn nicht alles gut was man gerne tut, ganz egal ob bejubelt oder ausgebuht?”

Nun ich spiele dieses Spiel seit Jahren. Ich logge täglich zwischen 10 und 20 Mal ein auch vom Handy um eine Aktion dort auszuführen. Habe im Spiel einen gut ausgebauten Stamm der einem der mächtigsten Dörfer angehört. Mein Stamm-Lager ist gut gefüllt mit Rohstoffen, Fahrzeugen und Waffen. Mein InGame Charakter entwickelt sich prächtig….ABER!…Nichts davon kann ich anfassen, Nichts davon hat reellen Bestand. Alles nur Einsen und Nullen!

Ich habe mich nun dazu entschieden von heute auf morgen damit aufzuhören. Eine Gewohnheit einfach abzuschaffen. Kann mir jetzt noch nicht vorstellen wie es sich anfühlt aber ich hoffe das ich mich durch diesen Schritt auch von anderen sinnlosen Onlinelastern abkapseln kann wie z.B. der Rattenschwanz an Loseseiten die an das Social Network, Nachrichten- und Informationsportal Klamm.de gekoppelt sind und mit der klamminternen Bonuswährung “Klammlose” Glücksspiel betreiben, was mich zeitweise auch sehr vereinnahmt hat.

Ich werde hier im Blog posten wie es geklappt hat und ob ich mich tatsächlich einfach so dieser eingebrannten Gewohnheiten entledigen kann.

Für alle die ihrer Produktivität und Kreativität auf ähnliche Art und Weise Einhalt gebieten wie ich es oben beschrieben hab, hier noch ein schöner Text zum Thema den ich 1:1 so übernehmen möchte wie ich ihn fand:

Die Sucht – Onlinespiel

Eine Geschichte eines Betroffenen vom Moment, wo das Spiel die Person fesselt, die Person einverleibt und diesen nicht loslassen will…

 Der Anfang
Der Schulkollege spielt es. Der Sportvereinskumpel spielt es. Der Bruder spielt es. Und alle sagen mir, wie toll das Spiel ist und man auch mal reinschauen soll.
Wenn es so viele sagen, dann kann ich ja mal reingucken, auch wenn das Interesse an Onlinespielen bisher gering bis verschwindend klein war. Man ist eher der PC-Siedler-Spieler
Also, ab an den Rechner, einschalten, Browser starten, URL eingeben und schon erscheint die Website, die mich gleich versucht mit etwas mysthischem zu berieseln. Natuerlich bin ich noch etwas skeptisch und lese daher die Geschichte zum Spiel durch und zack. Hat es mir schon ersten Aermel reingezogen.

 Das Spiel
Nachdem ich dank der cleveren Spielbeschreibung in eine andere Welt eingetaucht bin und in dieser mir schon meine Rolle vorstelle die ich besetzen will. Ein tapferer Krieger und geschickter Diplomat schwebt mir da so vor. Etwas ehrenhaftes, aber auch ein Abenteurer.
Nachdem ich mich das erste Mal ins Spiel eingeloggt habe, erhalte ich ein Landstueck, eine Burg, ein Haus, eine Insel, usw. als Start und los geht es. Ich gucke mich um, was alles so fuer Moeglichkeiten vorhanden sind und dabei faellt der Blick auch auf die Ranglisten und schon hat man den ersten Ansporn, wenn man die Punktezahl des Ersten sieht. Also ja keine Zeit verlieren und sich sagen, dass man nur am Anfang mehr Zeit aufwendet bis das Ziel erreicht ist.

 Das Interesse
Natuerlich gibt es Allianzen, Staemme, Clans, usw. und sobald ich die ersten Punkte erspielt habe, flattern die ersten “Willst nicht auch zu uns kommen, wir suchen aktive Spieler”-Meldungen rein. Aha, ich bin interessant und gefragt. Wem tut dies schon nicht gut?
Und immer wieder der Blick auf die Rangliste. Super, wieder 10 Plaetze gut gemacht. Das erste Ziel unter die besten 150 zu kommen ist bald erreicht.
Man tritt dann stolz in die Allianz ein und begruesst Alle freudig. Natuerlich ist ein Neuer immer interessant und man tauscht die gelaeufigen Informationen aus, wie das Alter, von wo man kommt und was man so macht, ausser vor dem Rechner zu sitzen.
Es folgen die ersten Kaempfe und die ersten Niederlagen, aber ich habe ja die richtige Allianz ausgesucht und daher verbuche ich auch die ersten Erfolge. Egal wie heftig die Niederlagen waren, solange es Erfolge gibt, will ich mehr davon und aendere daher meine Aufbaustrategie. Dadurch werde ich erfolgreicher und erfolgreicher und gewinne einen Kampf nach dem anderen. Und wenn ich verliere, dann muss ein Sieg her, koste es (Zeit) was es wolle. Wer ist den schon gerne ein Verlierer?

 Die Macht
Als aktiver Spieler, der seine Zeit gerne vor dem Rechner verbringt und die ganzen Strukturen aufmerksam beobachtet. Schaut, welcher Spieler mit welchem Spieler gut kann und mit Welchen weniger. Aufmerksam ist, was fuer Allianzen sich leiden koennen und welche nicht, baue ich mir langsam aber sicher ein Wissen auf. Ein Wissen dass wertvoll wird. Dies faellt auch Anderen auf und ich komme immer mehr in Kontakt mit den Entscheidungstraegern, wie Clanchefs, Administratoren, Stammeshaeuptlinge, usw. und das Beziehungsnetz weitet sich aus.
Da ich ja bereits ein immenses Wissen aufgebaut habe, ist der Schritt vom Spieler zum Administrator nicht mehr weit. Wer moechte schon nicht die Fuehrungsperson einer Gruppe sein und Entscheide faellen?

 Die Aufgaben
Als Anfuehrer sind wichtige Entscheide zu faellen, die nur dann im Sinne der Gruppe gefaellt werden koennen, wenn ich deren Wuensche kenne. Also spreche, telefoniere, chatte ich mit diesen. In welche Richtung soll sich die Gruppe bewegen? Neutralitaet? Krieglustig? Hinterlistig? Wieder folgen Gespraeche mit anderen Gruppenleader, mit Spielern. Ich muss ja schliesslich Alles wissen, damit guten Gewissens Entscheide gefaellt werden koennen.
Es folgen Kriege. Die Gruppe ist erfolgreich zu fuehren. Heimliche Absprachen. Besaenftigen der Gemueter. Friedensverhandlungen. Das Beste fuer die Allianz rausholen. Diplomatisch agieren.
Schlussendlich bin ich der Kopf einer Gruppe und da muss ich ueberall dabei sein. Auch wenn es Chat’s sind, die bis Morgens 4 Uhr gehen. Wie wuerde die Allianz auch dastehen, wenn meine Person um 23 Uhr sagt: “Ich bin muede und muss am naechsten Morgen arbeiten. cu”, wenn gerade Friedensverhandlungen laufen.

 Die Leere

Doch einmal sind meine Ziele erreicht. Ich befinde mich unter den besten 10. Die Allianz hat einen guten Ruf. Die Strukturen sind so gefestigt, dass man Nichts mehr ruetteln kann. Die Spielidee laeuft ins Nirvana. Meine Laendereien sind ausgebaut. Man kann nur noch langweilige Armeen in Auftrag geben. Von denen, wo man eh schon genug besitzt. Das Interesse der einzelnen Spieler wird dadurch auch kleiner. Der Kontakt innerhalb der Allianz laesst nach. Die Ersten hoeren auf, da es keinen Sinn macht.
Aber selber? Nein, ich bin ja der Leader der Truppe. Mir wurde ja die Aufgabe aufgetragen, die Stimmung hochzuhalten. Ich muss ja Themen aufbringen, die das Interesse der Mitspieler anregt. Wie gut, dass es da gerade eine Fussball EM gibt, die Olympiade am laufen ist oder sich gerade ein beruehmtes Paar scheidet.

 Das Nicht loslassen
Doch Hallo? Gab es da nicht mal ein Spiel? Ahja. Gut, mal schnell Armee bauen und dann den Sommer geniessen. Aber nein. Ich hab sofort das Gefuehl, ich verpasse was. Auch wenn ich es nicht tue. Also lieber eine Stunde frueher vom baden am See nach Hause gehen.
Und ich bin ja immer noch der Anfuehrer, also muss ich Praesenz markieren und irgendwelche Aktionen ins Leben rufen, damit es ein bischen Unterhaltung gibt. So Aktionen, wie die beruehmten Wortspiele, oder “wir-packen-einen-Koffer”.

 Der Schritt weg
Inzwischen haben ein paar mehr aufgehoert. Aber ich will es nicht wahrhaben, dass die Allianz langsam zerbroeckelt. Deren Leader ich ja bin. Und wer ist schon gerne der Leader von Nichts?
Aber eigentlich ist ja Nichts mehr da. Doch, wie soll ich Etwas loslassen, wofuer monatelang die Naechte um die Ohren geschlagen wurden? Sein Herzblut geopfert hat? Seine Freunde und Familie sitzen liess?
Einfach den Bettel hinschmeissen? Der Gruppe sagen: “War eine schoene Zeit mit euch, aber mich frisst es auf”? Nein, sie brauchen mich ja. Jedenfalls habe ich mir diese Huelle aufgebaut, die mich damit beschallt.
Da gaebe es noch den Weg des langsamen Abgangs. Ich trete als Leader ab und lass Andere ran und widme mich den taeglichen Arbeiten. Doch, es muss schwer sein, wenn man ein Glied zurueckgeht und andere an sein Werk laesst. Obwohl, ist das Werk noch vorhanden? Ja, ist es. Einfach nicht mehr so schoen, wie ich es mir vorstelle, aber das Kind ist immer noch da.
Ja, einen Amoklauf kann ich auch in Erwaegung ziehen, damit man noch einmal so richtig Spass hat und Leben in die Bude bringt. Doch, hab ich dafuer so viel Zeit geopfert um mit so einer Aktion Alles zu zerstoeren?
Aber es muss einen Weg geben…

 Die Nebenerscheinungen / Das Umfeld
Schoen, ich bin der Held und da ich ein einigermassen glueckliches Haendchen mein Eigen nenne, werde ich auch von der Gemeinschaft respektiert. Man ist gern gesehen im Spiel. Anerkennung. Beachtung. Wertschaetzung.
Im Spiel?
Genau, es ist ja nur ein Spiel. Doch was heisst hier “nur”? Darf man Etwas, was soviel Zeit und so grossen Platz im Leben einnimmt, mit dem Wort “nur” bezeichnen? Ich denke, es MUSS damit bezeichnet werden, auch wenn es sehr, sehr schwer faellt.
Was habe ich noch ausserhalb des Spiels? Oh, da gibt es ja noch einen Partner. Eine Familie, Kollegen, Bekannte, usw.. Hab ich fuer sie die Zeit aufgewendet, die sie verdienen? Habe ich sie nie versetzt, da ein Chat wichtiger war? Habe ich meine Hobbies weiter gepflegt? Kann man diese ueberhaupt weiter pflegen, neben der Zeit, wo ich fuer das Spiel aufwende?
Vermutlich… Nein, mit Sicherheit ist die Antwort hier: “Nein, hab ich nicht und kann man nicht.”.
Wie verhalte ich mich im richtigen Leben? Bin ich noch der Gleiche? Wie weit beeinflusst mich die Stimmung des Spiels im Alltag? Reagiere ich auf Situationen gleich, auch wenn es der Allianz schlecht laeuft? Kann ich klar trennen zwischen der echten und der virtuellen Welt? Wohl kaum.

 Beeinflusse ich das Spiel oder das Spiel mich?

Ich bin kein Psychologe oder bewege mich auch nicht in diesem Umfeld, daher kann es gut sein, dass gewisse Aussagen mit Gegenargumenten belegt werden koennen…

(Dieser Text wurde unter der Creative Commons Lizenz, bei calophia.de von “malkhovic”, veröffentlicht.)

 

 

Die Kaffeekasse dankt! :)


Translation

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